Lackgeschichte

Lackgeschichte

Die „Erfinder“ des Lackes brauchten nicht lange zu suchen. Bereits vor rund 6.000 Jahren setzten die Chinesen den mit natürlichen Pigmenten eingefärbten Saft des Lackbaumes ein, um Geräte und Bauwerke damit zu schmücken .Gefärbt wurde mit Ruß und Zinnober. Der Lackbaum, auch Rhusbaum genannt, ist bei uns als Essigbaum bekannt.

In Indien hingegen griff man auf das natürliche Produkt von Schildläusen zurück, die auf harzhaltigen Bäumen siedelten und deren Absonderungen abgeerntet und zu Schellack weiterverarbeitet wurden. Aus der indischen Bezeichnung für diesen roten Baumlack, „Láksá“, ist der heutige Name für diesen wunderbaren „Stoff“ hervorgegangen. Übersetzt bedeutet “Láksá” hundertausend, bezogen auf die Anzahl der Schildläuse, die man benötigte um daraus Schellack zu gewinnen. Für 1 kg Schellack wurden rund 300.000 Schildläuse benötigt.

Schon früh entwickelten die Chinesen und ihre gelehrigen Schüler in Korea und Japan eine Vielzahl von Techniken gemalter, geschnittener, geritzter oder mit Steinen und Edelmetall eingelegter Lacke. Die Japaner taten sich besondern durch die von ihnen zu höchster Perfektion verfeinerte Technik der Goldstreulacke hervor. Neben lackgefassten Kulturfiguren wurden von Anbeginn häusliche Geräte und bald auch Möbel mit Lack beschichtet und veredelt. Bei uns sehr bekannt und beliebt, der Hochzeitsschrank.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen Lackarbeiten aus dem Orient und Ostasien nach Europa, um auch hier die Künstler zur Nachahmung anzuregen.

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